FAQ - Häufig gestellte Fragen | ACI Industriearmaturen GmbH
Häufig gestellte Fragen

FAQ - Frequently Asked Questions/
Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite sind unsere FAQ´s - die Antworten zu häufig gestellten Fragen übersichtlich in Kategorien aufgelistet.

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Armaturen

Industriearmaturen sind mechanische Steuer- und Regelungsgeräte, die den Durchfluss und den Duck von Fluiden in einem Prozess beeinflussen. Sie finden hauptsächlich in Rohrleitungen ihren Platz und sind in verschiedensten Ausführungen erhältlich. Unter anderem zählen dazu: Absperrklappen, -ventile und -schieber, Kugel- und Kükenhähne, Schauglasarmaturen, Druckminderer, Schmutzfänger uvm. 

Manche davon können vollkommen eigenständig agieren, während andere manuell oder mit einem Antrieb automatisch betätigt werden. Jede dieser Armaturen hat dabei unterschiedliche Funktionen und Bauformen. Grundlegend bestehen die meisten Industriearmaturen aber aus einem Gehäuse, einem Ober- und Innenteil, sowie der Betätigung und der Dichtung. 

Das Gehäuse ist das Hauptelement einer Armatur. Es hält alle Teile einer Armatur zusammen und nimmt die Drucklasten der einströmenden Fluide auf. Über die Anschlüsse, die als Gewinde, Flanschverbindung oder geschweißt ausgeführt werden können, wird das Gehäuse mit der Anlage verbunden.

Das Oberteil ist die Abdeckung für die Gehäuseöffnung und führt mit den zugehörigen Dichtungen die Spindel. 

Als Innenteile werden das Absperrelement, Armaturensitz, Führungen, Schrauben, Buchsen etc. bezeichnet. Das Absperrelement regelt bzw. stoppt den Durchfluss je nach Position und kommt in verschiedene Geometrien, wie eine Scheibe, Kegel oder Kugel vor. Der Armaturensitz stellt die Sitz-  bzw. Dichtfläche für das Absperreement dar. Eine Armatur kann einen oder auch mehrere Sitze haben. 

Mit Hilfe der Betätigung wird die Position des Absperrelements eingestellt. Betätigungen können beispielsweise Hebel, Handräder oder auch Stellantriebe sein. Das Betätigungselement ist über die Spindel mit dem Absperrelement verbunden, die die Betätigungskräfte und -momente überträgt. 

Eine Absperrklappe ist eine Armatur, die zum Regeln und Sperren des Durchflusses verschiedener Fluide wie Flüssigkeiten oder Gase in einer Rohrleitung verwendet werden kann. Eine rotierende Scheibe regelt den Durchfluss stufenweise, bis er vollständig abgesperrt ist. Liegt sie parallel zur Strömung, kann die Strömung fast widerstandsfrei fließen. Die stufenweise Regelung ist einerseits manuell mit einer Kurbel oder einem Hebel andererseits auch automatisch mit einem Antrieb möglich. Eingesetzt werden Absperrklappen in fast allen Industrien, wo Fluide reguliert werden müssen.

Vorteile:

  • Leicht und platzsparend
  • Universell einsetzbar
  • Leicht anpassbar an verschiedenste Medien

Eine "Double Block & Bleed"- Armatur besteht aus zwei Absperrarmaturen ("Double Block") zwischen denen sich  eine Armatur zum Entleeren des Zwischenraums ("Bleed") befindet. Ein derartige Armatur findet meist dort Einsatz, wo das Abtrennen zweier Systeme besonders zuverlässig erfolgen muss. Sei es, dass sich die Prozessmedien nicht vermischen dürfen, für Wartungsarbeiten, Vermeidung von Kontamination etc.  

Ein Kugelhahn wird zum Absperren von Leitungen verwendet. Über eine durchbohrte Kugel, als Absperrkörper, kann der Durchfluss reguliert werden. Je nach Größe der Bohrung in der Kugel ist ein vergleichbarer Durchfluss wie in der Leitung möglich. Im Vergleich zu einem Kükenhahn sind bei einem Kugelhahn mit Volldurchgang größere Durchflussmengen zu realisieren.

Der Kükenhahn ist eine Armatur, die vergleichbar mit einem Kugelhahn ist. Jedoch besitzt der Kükenhahn keinen kugelförmigen, sondern einen konischen Absperrkörper. Wie auch der Kugelhahn wird dieser verwendet, um Leitungen abzusperren. Über die Pressung mit der Kontaktfläche zum Gehäuse dichtet der Kükenhahn ab. Dadurch kommt es zu keinem Spalt zwischen Absperrkörper und Dichtung, in den Partikel eindringen oder Ablagerungen sich bilden können. Kükenhähne eignen sich deshalb besonders für feststoffhaltige Medien.

Vorteile:

  • Totraumfrei in offener und geschlossener Stellung 
  • Hohe Lebensdauer auch bei feststoffhaltigen Medien

Schauglasarmaturen ermöglichen die Sichtkontrolle des Inneren von Behältern und Rohleitungen sowie die Ermittlung von Füllständen. Grob unterschieden werden diese in Behälterschaugläser, Durchflussschaugläser und Füllstandsanzeiger. 

Behälterschaugläser bestehen aus zwei Flanschen mit einer dazwischen eingespannten Glasscheibe. Es gibt sie in runder Ausführung oder als Längsschaugläser. Runde Behälterschaugläser können ein- bzw. aufgeschweißt oder bspw. an Flanschanschlüssen verschraubt werden. Längsschaugläser werden dagegen meistens ein- bzw. aufgeschweißt (vgl. Behälterschaugläser).

Durchflussschaugläser bestehen aus einem Gehäuse und seitlich angebrachten Schaugläsern. Durchflussschaugläser können über einen Flanschanschluss angeschlossen, über Gewinde verschraubt oder mittels Schweißenden eingeschweißt werden. Als spezielle Ausführung der Durchflussschaugläser ermöglichen die Durchfluss-Rohrschaugläser einen 360° Rundumblick. Sie bestehen aus einem Glasrohr, das zwischen zwei Flanschen eingespannt wird (vgl. Durchflussschaugläser).

Füllstandsanzeiger werden von Außen an einen Behälter angebracht und zeigen den Füllstand des Mediums an. Unterschieden werden die Füllstandsanzeiger in Reflexionsanzeiger und Glasrohr-Füllstandsanzeiger (vgl. Füllstandsanzeiger). Bei Reflexionsanzeigern wird eine längliche Schauglasplatte zwischen einem Gehäuse und einem Deckrahmen einspannt. Über die Anschlussöffnungen dringt das Medium ein, sodass sich der Pegel anhand des Prinzips der kommunizierenden Röhren ablesen lässt. Bei Glasrohr-Füllstandsanzeiger wird ein Glasrohr zwischen zwei Anschlussarmaturen befestigt wird, über welches der Pegel abgelesen werden kann.

Baulängen nach DIN EN 558-1 / -2 für Zwischenflanscharmaturen

Baulängen nach DIN EN 558-1 / -2

INFO Datenblatt Baulängen nach DIN EN 558-1 / -2: DOWNLOAD

Flanscharmaturen gemäß DIN EN 558-1 / 2 Auszug:

"Industriearmaturen - Baulängen von Armaturen aus Metall zum Einbau in Rohrleitungen mit Flanschen - Nach PN und Class bezeichnete Armaturen"; Deutsche Fassung EN 558:2017

Baulängen DIN EN 558-1 / -2

Befestigungstechnik / Verschraubung

Austenitische Edelstähle spielen bei Befestigungstechnik / Verschraubungen eine große Rolle. Die in unseren Produkten verwendeten Verschraubungselemente sind mindestens in der Stahlsorte A4 ausgewählt. Was diese und auch weitere Kurzbezeichnungen bedeuten, soll im Folgenden näher erläutert werden. 

Kurzzeichen und Klassifizierung von austenitischen Edelstählen

Beispiel: "A4-70"

A

4

70

Kurzzeichen der Stahlgruppe:
A = austenitischer Edelstahl
Kurzzeichen der Stahlsorte:
1 = Automatenstahl

2 = Kaltstauchstahl legiert mit Chrom und Nickel

3 = Kaltstauchstahl legiert mit Chrom und Nickel und gehärtet mit Tantal, Niob und Titan

4 = Kaltstauchstahl mit Chrom, Molybdän und Nickel

5 = Kaltstauchstahl mit Chrom, Molybdän und Nickel und gehärtet mit Tantal, Niob und Titan
Angabe der Zugfestigkeit:
50 = 1/10 der Zugfestigkeit (min. 500 N/mm²)

70 = 1/10 der Zugfestigkeit (min. 700 N/mm²)

80 = 1/10 der Zugfestigkeit (min. 800 N/mm²)
Stahlgruppe / Stahlsorte Werkstoffnummer
A1 1.4300
1.4305
A2 1.4301
1.4303
1.4306
A3 1.4306
1.4550
1.4590
A4 1.4401
1.4404
1.4306
A5 1.4436
1.4571
1.4580

Die Stahlsorte A1 ist, aufgrund ihres hohen Schwefelgehaltes, besonders gut spanend zu bearbeiten, weist jedoch eine geringere Korrosionsbeständigkeit als die übrigen Stähle auf.

Die Sorte A2 wird am häufigsten eingesetzt. Sie sind jedoch nicht geeignet für Anwendungen mit nichtoxidierender Säure oder chloridhaltigen Medien.

A3-Stähle weisen die gleichen Eigenschaften, wie die A2-Stähle auf, sie sind jedoch stabilisiert mit Titan, Niob oder Tantal. Dadurch wird die Korrosionsbeständigkeit bei hohen Temperaturen verbessert.

A4-Stähle weisen die gleichen Eigenschaften, wie die A2-Stähle auf. Sie sind jedoch mit Molybdän legiert, wodurch die Korrosions- und Säurebeständigkeit maßgeblich verbessert. 

Die A5-Stähle besitzen die gleichen Eigenschaften wie A4-Stähle. Sie sind aber mit Titan, Niob oder Tantal stabilisiert, wodurch sie auch bei hohen Temperaturen beständig sind. 

INFO Datenblatt Austenitische Schraubenwerkstoffe: DOWNLOAD

Kennzeichnung von Verschraubungselementen

Beispiel einer Sechskantschraube DIN 933 aus A4-70

Beispiel einer Zylinderkopfschraube mit Innensechskant ISO 4762 (ersetzt DIN 912) aus A4-70

Beispiel einer Sechskantmutter DIN 934 aus A4-70

INFO Datenblatt Kennzeichnung von Verschraubungselementen: DOWNLOAD

Tabelle Withworth Rohrgewinde Arten in der Übersicht

Die nachfolgenden Gewindetypen lassen sich gemäß obiger Tabelle wie folgt verbinden: 

INFO Datenblatt Withworth-Rohgewinde: DOWNLOAD

Dichtungsmaterialien

Aramidfaser-Dichtung (KlingerSil® z.B. C-4400)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: Aramidfasern, gebunden mit NBR (KlingerSil® z.B. C-4400), asbestfrei

Farbe: meist grün oder gelb

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -100 bis 175 °C / -148 bis 347°F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Betriebsdruck: bis 60 bar / 870 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Gute Alterungsbeständigkeit, gute Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch: Beständig gegenüber Heißdampf und Heißwasser, Gasen, Salzlösungen, Kraftstoffen, Alkoholen, organischen und anorganischen Säuren, Schmierstoffen und Kühlmitteln

EPDM-Dichtung (Elastomerdichtung)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk)

Farbe: meist Schwarz

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -50 bis 130 °C / -58 bis 266 °F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Betriebsdruck: bis 16 bar / 232 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet bis 50 bar / 725 psi möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Gute Alterungsbeständigkeit, geringe bis moderate Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch:

Beständig gegen Wasser, Glykole und Bremsflüssigkeiten (auf Glykolbasis), Säuren (Salzsäure, Salpetersäure), Laugen (Natronlauge, Kalilauge), polare organischen Lösungsmittel (z.B. Essigsäure), oxidierende Medien (z.B. Peressigsäure)

Nicht beständig gegen mineralischen Fette, Öle und Wachsen, Treibstoffe (Benzin, Diesel, usw.)

FFKM-Dichtung (Elastomerdichtung)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: FFKM (Perfluorkautschuk)

Farbe: meist schwarz

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -25 bis 325 °C / -13 bis 617 °F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Temperaturdauerbeständigkeit: bis 260 °C / 500 °F

Betriebsdruck: bis 16 bar / 232 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet bis 170 bar / 2465 psi möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Sehr gute Alterungsbeständigkeit, höchste Druck- und Temperaturbeständigkeit unter Elastomeren, vakuumtauglich

Chemisch:

Beständig gegen Mineralöle, Fette und Wachse, Motorölen, Kraftstoffe, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Amine, Hydraulikflüssigkeiten, ätherische Öle, moderate und gering konzentrierte Säuren

Nicht beständig gegen konz. Säuren (z.B. Salpetersäure, Ameisensäure), konz. oxidierenden Medien (z.B.: Peressigsäure)

FKM-Dichtung (Elastomerdichtung)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: FKM (Fluorkautschuk)

Farbe: meist schwarz

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -20 bis 230 °C / -4 bis 446 °F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Temperaturdauerbeständigkeit: bis 200°C / 392 °F

Betriebsdruck: bis 16 bar / 232 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet bis 90 bar / 1305 psi möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Sehr gute Alterungsbeständigkeit, hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit unter Elastomeren, vakuumtauglich

Chemisch:

Beständig gegen Mineralöle, Fette und Wachse, Motoröle, Kraftstoffe, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Amine, Hydraulikflüssigkeiten, ätherische Öln, moderate und gering konzentrierte Säuren

Nicht beständig gegen konz. Säuren (z.B. Salpetersäure, Ameisensäure), konz. oxidierenden Medien (z.B.: Peressigsäure)

Graphit-Verbund-Dichtung (Frenzelit z.B. novaphit® MST / XP)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: expandiertes Graphit mit Innenimprägnierung und Glattblech- und Streckmetalleinlagen

Farbe: grau, silbern

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -200 bis 500 °C / -328 bis 932 °F (je nach Medium und Einsatzgebiet)

Betriebsdruck: bis 250 bar / 3625 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Sehr gute Alterungsbeständigkeit, sehr hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch: Sehr gute universelle Beständigkeit gegenüber Heißdampf und Heißwasser, Gasen, Salzlösungen, Kraftstoffen, Alkoholen, organischen und anorganischen Säuren, Schmierstoffen, Kühlmitteln, Laugen, Fetten usw.

Reingraphit-Dichtung (Frenzelit z.B. novaphit® VS)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: expandiertes Graphit ohne Glattblech- und Streckmetalleinlagen

Farbe: grau, silbern

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -200 bis 500 °C / -328 bis 932 °F (je nach Medium und Einsatzgebiet)

Betriebsdruck: bis 60 bar / 870 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Sehr gute Alterungsbeständigkeit, sehr hohe Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch: Sehr gute universelle Beständigkeit gegenüber Heißdampf und Heißwasser, Gasen, Salzlösungen, Kraftstoffen, Alkoholen, organischen und anorganischen Säuren, Schmierstoffen, Kühlmitteln, Laugen, Fetten usw.

NBR-Dichtung (Elastomerdichtung)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk)

Farbe: meist schwarz

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -30 bis 100 °C / -22 bis 212 °F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Betriebsdruck: bis 16 bar / 232 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet bis 50 bar / 725 psi möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Ausreichende Alterungsbeständigkeit, geringe bis moderate Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch:

Beständig gegen Mineralöle, Fette und Wachse (d.h. auch Motoröle), Treibstoffe (Benzin, Diesel, usw.)

Nicht beständig gegen konz. Säuren (z.B. Salpetersäure, Ameisensäure), konz. oxidierenden Medien (z.B. Peressigsäure), aromatische und chlorierte Kohlenwasserstoffe

Phlogopit-Glimmer-Dichtung (Frenzelit z.B. novamica® THERMEX)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: Phlogopit-Glimmer mit Streckmetalleinlagen

Farbe: bräunlich, golden

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -200 bis 1000 °C / -328 bis 1832 °F (je nach Medium und Einsatzgebiet)

Betriebsdruck: bis 60 bar / 870 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Gute Alterungsbeständigkeit, maximale Temperaturbeständigkeit bei hohen Drücken

Chemisch: Sehr gute chemische Beständigkeit, hervorragend für Abgase von Brennöfen o.ä.

PTFE-Dichtung (Polytetrafluorethylen)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: Polytetrafluorethylen (PTFE)

Farbe: weiß

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -100 bis 250 °C / -148 bis 482°F (je nach Medium und Einsatzgebiet)

Temperaturdauerbeständigkeit: bis 200°C

Schmelzpunkt: 327°C

Betriebsdruck: bis 100 bar / 1450 psi (je nach Medium und Einsatzgebiet)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Sehr gute Alterungsbeständigkeit, gute Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch: Nahezu universell beständig, nicht nutzbar bei Alkalimetallen, elementarem Fluor und Chlortrifluorid bei hohen Drücken

Silikon-Dichtung (Elastomerdichtung)

Produktspezifikation: Dichtungswerkstoff

Werkstoff: Silikon (Vinyl-Methyl-Silikon-Kautschuk)

Farbe: meist grau bis weiß

INFO Datenblatt zu allen Dichtungstypen: DOWNLOAD

Technische Eigenschaften

Einsatztemperatur: -60 bis 180 °C / -76 bis 356 °F (höher und tiefer ist je nach Medium und Einsatzgebiet möglich)

Betriebsdruck: bis 16 bar / 232 psi (höher ist je nach Medium und Einsatzgebiet bis 20 bar / 290 psi möglich)

Physikalische und Chemische Eigenschaften

Physikalisch: Mittlere Alterungsbeständigkeit, geringe bis moderate Druck- und Temperaturbeständigkeit

Chemisch:

Beständig gegen Mineralöle, Fette und Wachse und Motoröle, tierische und pflanzliche Fette, ätherische Öle.

Nicht beständig gegen konz. Säuren (z.B. Salpetersäure, Ameisensäure); konz. oxidierenden Medien (z.B. Peressigsäure); Ester und Ether; aromatische Kohlenwasserstoffe

Die Druckgeräterichtlinie (DGRL 2014/68/EU)

„Gute Ingenieurpraxis“ nach Artikel 4 Absatz 3 der DGRL bedeutet, dass die Druckgeräte unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren, die ihre Sicher­heit beeinflussen, entworfen worden sind.

Außerdem ist das Gerät so gefertigt, überprüft und ausgeliefert mit Benutzungsanweisungen, dass, wenn es unter vorher­sehbaren oder vernünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen benutzt wird, seine Sicherheit während seiner vorgesehe­nen Lebensdauer gewährleistet ist.

Der Hersteller ist verantwortlich für die Einhaltung der guten Ingenieurpraxis.

Welche Informationen sollten beim Inverkehrbringen von Druckgeräten oder Baugruppen mehrere Druckgeräte, die von einem Hersteller zu einer zusammenhängenden funktionalen Einheit verbunden werden , die unter Artikel 4 Abs. 3 (gute Ingenieurspraxis) fallen, mitgeliefert werden, um anzuzeigen, dass sie mit den Bestimmungen von Artikel 4 Abs. 3 über­einstimmen?

Es gibt in der Richtlinie keine speziellen Bestimmung darüber, wie der Hersteller anzeigen muss, dass diese Geräte mit der DGRL übereinstimmen.

Allerdings muss der Hersteller ausreichende Benutzungsanweisungen beifügen und eine Kennzeichnung anbringen, an­hand derer der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter ermittelt werden kann.

Die Hersteller sollten sich darüber im Klaren sein, dass es wahrscheinlich hilfreich ist, wenn sie dem Produkt einen Ver­weis auf die DGRL beifügen, aus welchem hervorgeht, dass die Anforderungen der in einem Mitgliedstaat geltenden gu­ten Ingenieurspraxis erfüllt sind.

Dies kann zum Beispiel realisiert werden durch eine Erklärung, die in den Betriebsanweisungen enthalten ist oder durch ein separates Dokument, welches dem Gerät beigefügt ist oder durch einen Zusatz bei der Kennzeichnung.

INFO-Blatt Gute Ingenieurspraxis: DOWNLOAD

Technische Unterlagen

Die vom Hersteller erstellten Unterlagen sollen es ermmöglichen, die Übereinstimmung des Druckgeräts mit den betreffenden Anforderungen zu bewerten und müssen eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten. In den technischen Unterlagen sind die anwendbaren Anforderungen aufzuführen und ,soweit sie für die Bewertung notwendig sind, der Entwurf, die Herstellung und der Betrieb des Druckgeräts zu erfassen. Die technischen Unterlagen enthalten gegebenenfalls zumindest folgende Elemente:

  • eine allgemeine Beschreibung des Druckgeräts;
  • Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Unterbaugruppen, Schaltkreisen usw.;
  • Beschreibungen und Erläuterungen, die zum Verständnis dieser Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise des Druckgeräts erforderlich sind;
  • eine Aufstellung, welche harmonisierten Normen vollständig oder in Teilen angewandt worden sind, und eine Beschreibung, mit welchen Lösungen die wesentlichen Sicherheitsanforderungen dieser Richtlinie in den Punkten erfüllt wurden, in denen diese harmonisierten Normen nicht angewandt wurden; im Fall von teilweise angewandten harmonisierten Normen werden diese Teile in den technischen Unterlagen angegeben;
  • die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Prüfungen usw.;
  • die Prüfberichte.

Herstellung

Vom Hersteller sind alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit das Fertigungsverfahren und sein Überwachung gewährleistet, dass die gefertigten Druckgeräte mit den technischen Unterlagen und mit den Anforderungen dieser Richtlinie übereinstimmen.

CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung:

  • Der Hersteller bringt die CE-Kennzeichnung an jedem einzelnen Druckgerät an, das den geltenden Anforderungen der jeweiligen Richtlinie entspricht.
  • Der Hersteller stellt für ein Modell des Druckgeräts eine schriftliche EU-Konformitätserklärung aus und hält sie zusammen mit den technischen Unterlagen nach dem Inverkehrbringen des Druckgeräts zehn Jahre lang für die nationalen Behörden bereit. Aus der EU-Konformitätserklärung muss eindeutig erkennbar sein, für welches Druckgerät sie ausgestellt wurde.

Technische Unterlagen

Die vom Hersteller erstellten Unterlagen sollen es ermmöglichen, die Übereinstimmung des Druckgeräts mit den betreffenden Anforderungen zu bewerten und müssen eine geeignete Risikoanalyse und -bewertung enthalten. In den technischen Unterlagen sind die anwendbaren Anforderungen aufzuführen und ,soweit sie für die Bewertung notwendig sind, der Entwurf, die Herstellung und der Betrieb des Druckgeräts zu erfassen. Die technischen Unterlagen enthalten gegebenenfalls zumindest folgende Elemente:

  • eine allgemeine Beschreibung des Druckgeräts;
  • Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Unterbaugruppen, Schaltkreisen usw.;
  • Beschreibungen und Erläuterungen, die zum Verständnis dieser Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise des Druckgeräts erforderlich sind;
  • eine Aufstellung, welche harmonisierten Normen vollständig oder in Teilen angewandt worden sind, und eine Beschreibung, mit welchen Lösungen die wesentlichen Sicherheitsanforderungen dieser Richtlinie in den Punkten erfüllt wurden, in denen diese harmonisierten Normen nicht angewandt wurden; im Fall von teilweise angewandten harmonisierten Normen werden diese Teile in den technischen Unterlagen angegeben;
  • die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Prüfungen usw.;
  • die Prüfberichte.

Herstellung

Vom Hersteller sind alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit das Fertigungsverfahren und sein Überwachung gewährleistet, dass die gefertigten Druckgeräte mit den technischen Unterlagen und mit den Anforderungen dieser Richtlinie übereinstimmen.

Abnahme und Druckgeräteprüfungen

Der Hersteller nimmt eine Abnahme der Druckgeräte vor, die in Form von unangemeldeten Besuchen durch die ausgewählte notifizierte Stelle des Herstellers überwacht wird.
Die notifizierte Stelle führt in von ihr festgelegten unregelmäßigen Abständen die Produktprüfungen durch bzw. lässt sie durchführen, um die Qualität der internen Druckgeräteprüfungen zu überprüfen. Dabei trägt sie unteranderem der technischen Komplexität der Druckgeräte und der Produktionsmenge Rechnung.

Bei diesen Besuchen muss die notifizierte Stelle:

  • sich vergewissern, dass der Hersteller die Abnahme gemäß Anhang I Nummer 3.2 der DGRL tatsächlich durchführt;
  • Druckgeräte in den Fertigungs- oder Lagerstätten zu Kontrollzwecken entnehmen. Die notifizierte Stelle entscheidet über die Anzahl und ob, wenn erforderlich, die Abnahme ganz oder teilweise durchzuführen oder durchführen zu lassen ist.

Mit diesem Stichprobenverfahren soll ermittelt werden, ob sich der Fertigungsprozess der Druckgeräte innerhalb annehmbarer Grenzen bewegt, um die Konformität der Druckgeräte zu gewährleisten.
Bei Nichtkonformität eines oder mehrerer Druckgeräte ergreift die notifizierte Stelle die geeigneten Maßnahmen.

Der Hersteller bringt unter der Verantwortung der notifizierten Stelle deren Kennnummer während des Fertigungsprozesses an.

CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung:

  • Der Hersteller bringt an jedem einzelnen Druckgerät, das die anwendbaren Anforderungen dieser Richtlinie erfüllt, die CE-Kennzeichnung an.
  • Der Hersteller stellt für ein Modell des Druckgeräts eine schriftliche EU-Konformitätserklärung aus und hält sie zusammen mit den technischen Unterlagen nach dem Inverkehrbringen des Druckgeräts zehn Jahre lang für die nationalen Behörden bereit. Aus der EU-Konformitätserklärung muss eindeutig erkennbar sein, für welches Druckgerät sie ausgestellt wurde.

Ein Exemplar der EU-Konformitätserklärung wird den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

Die EU-Konformitätserklärung muß folgende Angaben enthalten:

  1. Druckgerät oder Baugruppe (Produkt-, Typen-, Chargen- oder Seriennummer)
  2. Name und Anschrift des Herstellers und gegebenenfalls seines Bevollmächtigten
  3. Die alleinige Verantwortung für die Ausstellung dieser Konformitätserklärung trägt der Hersteller
  4. Gegenstand der Erklärung (Bezeichnung des Druckgeräts oder der Baugruppe zwecks Rückverfolgbarkeit; sie kann, falls zur Identifizierung des Druckgeräts oder der Baugruppe notwendig, ein Bild enthalten):
    1. Beschreibung des Druckgerätes oder der Baugruppe;
    2. angewandte Konformitätsbewertungsverfahren;
    3. bei Baugruppen Beschreibung der Druckgeräte, aus denen die Baugruppe besteht, sowie die angewandten Konformitätsbewertungsverfahren.
  5. Der oben beschriebene Gegenstand der Erklärung erfüllt die einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Europäischen Union:
  6. Angabe der einschlägigen harmonisierten Normen, die zugrunde gelegt wurden, oder Angabe der sonstigen technischen Spezifikationen, für die die Konformität erklärt wird:
  7. Gegebenenfalls Name, Anschrift und Nummer der notifizierten Stelle, die die Konformitätsbewertung vorgenommen hat, Nummer der ausgestellten Bescheinigung und Verweis auf die EU-Baumusterprüfbescheinigung (Baumuster), die EU-Baumusterprüfbescheinigung (Entwurfsmuster), die EU-Entwurfsprüfbescheinigung oder die Konformitätsbescheinigung.
  8. Zusatzangaben:
  • Unterzeichnet für und im Namen von:
  • (Ort und Datum der Ausstellung)
  • (Name, Funktion) (Unterschrift)
  • (Gegebenenfalls: Angaben zum Unterzeichner, der bevollmächtigt ist, die Erklärung für den Hersteller oder seinen Bevollmächtigten rechtsverbindlich zu unterzeichnen)

      Herstellung

      Der Hersteller betreibt ein zugelassenes Qualitätssicherungssystem für Entwurf, Herstellung, Endabnahme und Prüfung der Druckgeräte und unterliegt der Überwachung einer notifizierten Stelle.

      Qualitätssicherungssystem

      Bei einer notifizierten Stelle seiner Wahl muss der Hersteller die Bewertung seines Qualitätssicherungssystems für die betreffenden Druckgeräte beantragen. Der Antrag sollte dabei Folgendes beinhalten:

      • Name und Anschrift des Herstellers (und sofern vorhanden des Bevollmächtigten)
      • die technischen Unterlagen für ein Modell jeder Bauart der herzustellenden Druckgeräte:
        • eine allgemeine Beschreibung des Druckgeräts;
        • Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne von Bauteilen, Unterbaugruppen, Schaltkreisen usw.;
        • Beschreibungen und Erläuterungen, die zum Verständnis dieser Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise des Druckgeräts erforderlich sind;
        • eine Aufstellung, welche harmonisierten Normen vollständig oder in Teilen angewandt worden sind, und eine Beschreibung, mit welchen Lösungen die wesentlichen Sicherheitsanforderungen dieser Richtlinie in den Punkten erfüllt wurden, in denen diese harmonisierten Normen nicht angewandt wurden; im Fall von teilweise angewandten harmonisierten Normen werden diese Teile in den technischen Unterlagen angegeben;
        • die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen, Prüfungen usw.;
        • die Prüfberichte.
      • die Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem und
      • eine schriftliche Erklärung, dass derselbe Antrag bei keiner anderen notifizierten Stelle eingereicht worden ist.

      Das Qualitätssicherungssystem gewährleistet die Übereinstimmung der Druckgeräte mit den auf sie anwendbaren Anforderungen der zugehörigen Richtlinie. Vom Hersteller ist darauf zu achten, dass die berücksichtigten Elemente, Anforderungen und Vorschriften systematisch und ordnungsgemäß zusammengestellt sind. Dies soll sicherstellen, dass die Qualitätssicherungsprogramme, -pläne, -handbücher und -berichte einheitlich ausgelegt werden.

      Sie müssen insbesondere eine angemessene Beschreibung folgender Punkte enthalten:

      • Qualitätsziele sowie organisatorischer Aufbau, Zuständigkeiten und Befugnisse der Geschäftsleitung in Bezug auf die Entwurfs- und Produktqualität;
      • technische Konstruktionsspezifikationen, einschließlich der angewandten Normen;
      • Techniken zur Steuerung der Entwicklung und Prüfung des Entwicklungsergebnisses, Verfahren und systematische Maßnahmen, die bei der Entwicklung der zur betreffenden Produktkategorie gehörenden Druckgeräte angewandt werden
      • die entsprechenden Fertigungs-, Qualitätssteuerungs- und Qualitätssicherungstechniken, angewandten Verfahren und systematischen Maßnahmen, insbesondere die zugelassenen Arbeitsverfahren zur Ausführung der dauerhaften Verbindungen
      • vor, während und nach der Herstellung durchgeführte Untersuchungen und Prüfungen unter Angabe ihrer Häufigkeit;
      • die qualitätsbezogenen Aufzeichnungen, bspw. Prüfberichte, Qualifikation oder Zulassung beteiligter Mitarbeiter usw.
      • Mittel, mit denen die Erreichung der geforderten Entwicklungs- und Druckgerätequalität sowie die wirksame Arbeitsweise des Qualitätssicherungssystems überwacht werden.

      Die notifizierte Stelle bewertet das Qualitätssicherungssystem, um festzustellen, ob die genannten Anforderungen erfüllt sind.

      Zusätzlich zur Erfahrung mit Qualitätsmanagementsystemen verfügt mindestens ein Mitglied des Auditteams über Erfahrung als Bewerter in dem einschlägigen Druckgerätebereich und der betreffenden Druckgerätetechnik sowie über Kenntnis der anwendbaren Anforderungen der betreffenden Richtlinie. Das Audit umfasst auch einen Kontrollbesuch des Herstellerwerks. Das Auditteam überprüft die technischen Unterlagen, um sich zu vergewissern, dass der Hersteller in der Lage ist, die anwendbaren Anforderungen der betreffenden Richtlinie zu erkennen und die erforderlichen Prüfungen durchzuführen, damit die Übereinstimmung der Druckgeräte mit diesen Anforderungen gewährleistet ist.

      Der Hersteller verpflichtet sich, die mit dem zugelassenen Qualitätssicherungssystem verbundenen Pflichten zu erfüllen und dafür zu sorgen, dass das System stets sachgemäß und effizient betrieben wird.
      Der Hersteller hält die notifizierte Stelle über alle geplanten Änderungen des Qualitätssicherungssystems auf dem Laufenden. Diese beurteilt die geplanten Änderungen und entscheidet, ob das geänderte Qualitätssicherungssystem noch den genannten Anforderungen entspricht oder ob eine erneute Bewertung erforderlich ist.

      Überwachung unter der Verantwortung der notifizierten Stelle

      Die Überwachung soll gewährleisten, dass der Hersteller die mit dem zugelassenen Qualitätssicherungssystem verbundenen Pflichten vorschriftsmäßig erfüllt.
      Der Hersteller gewährt der notifizierten Stelle für die Bewertung Zugang zu den Entwicklungs-, Herstellungs-, Abnahme-, Prüf- und Lagereinrichtungen und stellt ihr alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung, insbesondere:

      • die Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem;
      • für den Entwicklungsbereich vorgesehenen qualitätsbezogenen Aufzeichnungen, wie Ergebnisse von Analysen, Berechnungen oder Tests;
      • für den Fertigungsbereich vorgesehenen qualitätsbezogenen Aufzeichnungen, beispielsweise Inspektionsberichte, Prüfdaten oder Berichte über die Qualifikation der in diesem Bereich beschäftigten Mitarbeiter.

      Die notifizierteStelle führt regelmäßig Audits durch, um sicherzustellen, dass der Hersteller das Qualitätssicherungssystem aufrechterhält und anwendet.

      Darüber hinaus kann die notifizierte Stelle dem Hersteller unangemeldete Besuche abstatten, wobei insbesondere folgende Faktoren zu berücksichtigen sind:

      • Kategorie des Druckgeräts;
      • Ergebnisse früherer Kontrollbesuche;
      • erforderliche Verfolgung von Korrekturmaßnahmen;
      • gegebenenfalls an die Zulassung des Systems geknüpfte besondere Bedingungen;
      • wesentliche Änderungen von Fertigungsorganisation, Fertigungskonzepten oder -techniken.

      Bei diesen Besuchen kann die notifizierte Stelle bei Bedarf Produktprüfungen zur Kontrolle des ordnungsgemäßen Funktionierens des Qualitätssicherungssystems vornehmen oder vornehmen lassen.

      CE-Kennzeichnung und EU-Konformitätserklärung:

      Vom Hersteller sind an jedem Druckgerät, sofern es die Richtlinie fordert, die CE-Kennzeichnung und unter der Verantwortung der genannten notifizierten Stelle deren Kennnummer anzubringen.
      Zusätzlich wird für ein Modell des Druckgeräts eine schriftliche EU-Konformitätserklärung ausgestellt und zusammen mit den technischen Unterlagen nach dem Inverkehrbringen des Druckgeräts zehn Jahre lang für die nationalen Behörden bereitgehalten. Dabei muss aus der EU-Konformitätserklärung eindeutig erkennbar sein, für welches Druckgerät sie ausgestellt wurde.
      Ein Exemplar der EU-Konformitätserklärung wird den zuständigen Behörden auf Verlangen zur Verfügung gestellt.

      Die vom Hersteller bereitzuhaltenen Unterlagen sind insbesondere:

      • die technischen Unterlagen
      • die Unterlagen über das Qualitätssicherungssystem
      • die genehmigten Änderungen
      • die Entscheidungen und Berichte der notifizierten Stelle

      Die EU-Konformitätserklärung muß folgende Angaben enthalten:

      1. Druckgerät oder Baugruppe (Produkt-, Typen-, Chargen- oder Seriennummer)
      2. Name und Anschrift des Herstellers und gegebenenfalls seines Bevollmächtigten
      3. Die alleinige Verantwortung für die Ausstellung dieser Konformitätserklärung trägt der Hersteller
      4. Gegenstand der Erklärung (Bezeichnung des Druckgeräts oder der Baugruppe zwecks Rückverfolgbarkeit; sie kann, falls zur Identifizierung des Druckgeräts oder der Baugruppe notwendig, ein Bild enthalten):
        1. Beschreibung des Druckgerätes oder der Baugruppe;
        2. angewandte Konformitätsbewertungsverfahren;
        3. bei Baugruppen Beschreibung der Druckgeräte, aus denen die Baugruppe besteht, sowie die angewandten Konformitätsbewertungsverfahren.
      5. Der oben beschriebene Gegenstand der Erklärung erfüllt die einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften der Europäischen Union:
      6. Angabe der einschlägigen harmonisierten Normen, die zugrunde gelegt wurden, oder Angabe der sonstigen technischen Spezifikationen, für die die Konformität erklärt wird:
      7. Gegebenenfalls Name, Anschrift und Nummer der notifizierten Stelle, die die Konformitätsbewertung vorgenommen hat, Nummer der ausgestellten Bescheinigung und Verweis auf die EU-Baumusterprüfbescheinigung (Baumuster), die EU-Baumusterprüfbescheinigung (Entwurfsmuster), die EU-Entwurfsprüfbescheinigung oder die Konformitätsbescheinigung.
      8. Zusatzangaben:
      • Unterzeichnet für und im Namen von:
      • (Ort und Datum der Ausstellung)
      • (Name, Funktion) (Unterschrift)
      • (Gegebenenfalls: Angaben zum Unterzeichner, der bevollmächtigt ist, die Erklärung für den Hersteller oder seinen Bevollmächtigten rechtsverbindlich zu unterzeichnen)

      Glasmaterialien

      Borosilikatglas nach und in Anlehnung an DIN 7080

      Produktspezifikation: Runde Schauglasplatten

      Werkstoff: Borosilikatglas thermisch Vorgespannt (gehärtet)

      Abtragsraten und weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt und in unserem Prospekt

      INFO Datenblatt Runde Schauglasplatten nach und i.A. DIN 7080: DOWNLOAD

      MAXOS® Prospekt: DOWNLOAD

      MAXOS® Borosilikatglas Sicherheits-Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter Druck, bei thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Die hohe Sicherheit wird durch ein spezielles Borosilikatglas mit guter chemischer Beständigkeit, außerordentlicher Reinheit und Homogenität erzielt. In Verbindung mit der für dieses Borosilicatglas typischen geringen Wärmeausdehnung führt eine thermische Vorspannung (Härtung) zu einer besonders hohen Temperaturwechselbeständigkeit.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Sicherheitseigenschaften können MAXOS® Sicherheits-Schaugläser für extreme Bedingungen eingesetzt werden.

      Betriebsbedingungen:

      Temperatur:

      • 280 °C dauerhaft
      • 300 °C kurzzeitig (<300 h)
      • 320 °C Glimmer geschützt

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Borosilikatglas DIN 7080

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 20 °C/300 °C: 4.1 x 10–6 K–¹

      Elastizitätsmodul: 67 x 103 N/mm²

      Wärmeleitfähigkeit bei 90 °C: 1.2 W/(m·K)

      Spannungsoptischer Koeffizient K: 3.2 x 10–6 mm²/N

      Temperaturwechselbeständigkeit: 265 °C

      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 2

      Zulässige Werkstofffehler:

      Im Glas eingeschlossene runde Blasen dürfen maximal 2 mm Durchmesser aufweisen. Ovale Blasen dürfen den Wert (Länge + Breite)/2 = 2 mm nicht überschreiten. Spitz auslaufende Blasen sind unzulässig.


      Zulässige Blasenhäufigkeit

      Blasendurchmesser d3 | Zulässige Blasenhäufigkeit
      d3 < 0,3 3 Stück je cm² Sichtfläche
      0,3 ≤ d3 ≤ 0,5 10 Stück je Schauglasplatte
      0,5 < d3 ≤ 1 4 Stück je Schauglasplatte
      1 < d3 ≤ 2 2 Stück je Schauglasplatte

      Maßtoleranzen:

      Die Maßtoleranzen richten sich nach der DIN 7080 für Schauglasplatten aus Borosilikatglas.

      Maßtoleranzen nach DIN 7080

      Durchmesser | Toleranz
      bis 135 mm ± 0,5 mm
      150 bis 200 mm ± 0,8 mm
      über 200 mm ± 1,0 mm
      Dicke
      bis 20 mm + 0,50 mm / – 0,25 mm
      über 20 mm + 0,80 mm / – 0,40 mm

      Borosilikatglas nach und in Anlehnung an DIN 7081


      Produktspezifikation: Lange Schauglasplatten

      Werkstoff: Borosilikatglas thermisch Vorgespannt (gehärtet)


      Abtragsraten und weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt und in unserem Prospekt

      INFO Datenblatt Runde Schauglasplatten nach und i.A. DIN 7081: DOWNLOAD

      MAXOS® Prospekt: DOWNLOAD

      MAXOS® Borosilikatglas Sicherheits-Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter Druck, bei thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Die hohe Sicherheit wird durch ein spezielles Borosilikatglas mit guter chemischer Beständigkeit, außerordentlicher Reinheit und Homogenität erzielt. In Verbindung mit der für dieses Borosilicatglas typischen geringen Wärmeausdehnung führt eine thermische Vorspannung (Härtung) zu einer besonders hohen Temperaturwechselbeständigkeit.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Sicherheitseigenschaften können MAXOS® Sicherheits-Schaugläser für extreme Bedingungen eingesetzt werden.

      Betriebsbedingungen:


      Die Druck-Temperatur Zuordnung im INFO Datenblatt ist zu beachten! Die nachfolgende Tabelle dient nur zur Orientierung.


      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Borosilikatglas DIN 7081

      Betriebsart: Maximaler Betriebsdruck: Maximale Einsatztemperatur:
      Ungeschützte Reflex- und Transparent- Schaugläser bei Sattdampf bzw. Heißwasserdruck 35 bar / 500 psi 243 °C / 470 °F
      Mit Glimmer geschützte Transparent-Schaugläser bei Sattdampf bzw. Heißwasserdruck 103 bar / 1500 psi 320 °C / 608 °F
      Reflex-Schaugläser bei Einsatz ohne Dampf und ohne technisch bedeutsamen Glasangriff 280 bar / 4000 psi 38 °C / 100 °F
      Bei Medien ohne technisch bedeutsamen Glasangriff für Transparent-Schaugläser 345 bar / 5000 psi 38 °C / 100 °F
      High-Pressure-Transparent-Schaugläser in speziellen Armaturen 414 bar / 6000 psi 38 °C / 100 °F

      Chemische Beständigkeit:

      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 2


      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 20 °C/300 °C: 4.1 x 10–6 K–¹

      Elastizitätsmodul: 67 x 103 N/mm²

      Wärmeleitfähigkeit bei 90 °C: 1.2 W/(m·K)

      Spannungsoptischer Koeffizient K: 3.2 x 10–6 mm²/N

      Temperaturwechselbeständigkeit: 265 °C

      Zulässige Werkstofffehler:

      Im Glas eingeschlossene runde Blasen dürfen maximal 2 mm Durchmesser aufweisen. Ovale Blasen dürfen den Wert (Länge + Breite)/2 = 2 mm nicht überschreiten. Spitz auslaufende Blasen sind unzulässig.

      Blasendurchm. (d3) Blasenhäufigkeit Blasenhäufigkeit
      ≤ 250 mm > 250 mm
      d3 < 0,3 3 Stück je cm² Sichtfläche 3 Stück je cm² Sichtfläche
      0,3 ≤ d3 ≤ 0,5 10 Stück je Glas 15 Stück je Glas
      0,5 < d3 ≤ 1 4 Stück je Glas 6 Stück je Glas
      1 < d3 ≤ 2 2 Stück je Glas 3 Stück je Glas

      Maßtoleranzen:

      Die Maßtoleranzen richten sich nach der DIN 7081 für Schauglasplatten aus Borosilikatglas. Die Paralellität beträgt für Standardschaugläser ≤ 0,08 mm und für High-Pressure Schaugläser ≤ 0,05 mm.


      Maßtoleranzen nach DIN 7081

      Maßtoleranzen für Längsgläser Breite 34 mm:

      Toleranz
      Länge (95 ... 400 mm) + 0 mm / – 1,5 mm
      Breite (34 mm) + 0,2 mm / – 0,8 mm
      Dicke (17,5 mm) + 0 mm / – 1,0 mm

      Maßtoleranzen für Längsgläser Breite 30 mm:

      Länge (115 ... 340 mm) Toleranz
      bis 250 mm ± 0,8 mm
      über 250 mm ± 1,0 mm
      Breite (30 mm) + 0,5 mm / – 0,8 mm
      Dicke (17,5 mm) + 0 mm / – 1,0 mm

      Natron-Kalk-Glas nach und in Anlehnung an DIN 8902


      Produktspezifikation: Runde Schauglasplatten

      Werkstoff: Natron-Kalk-Glas


      Abtragsraten und weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt

      INFO Datenblatt Runde Schauglasplatten nach und i.A. DIN 8902: DOWNLOAD

      Natron-Kalk-Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter Druck, bei geringer thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Betriebsbedingungen:


      Temperatur: 150°C dauerhaft

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Natron-Kalk-Glas

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 20 °C/300 °C: 9,5 x 10–6 K–¹

      Temperaturwechselbeständigkeit: 150 °C


      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 4

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 2

      Zulässige Werkstofffehler:

      Im Glas eingeschlossene runde Blasen dürfen maximal 2 mm Durchmesser aufweisen. Ovale Blasen dürfen den Wert (Länge + Breite)/2 = 2 mm nicht überschreiten. Spitz auslaufende Blasen sind unzulässig.


      Zulässige Blasenhäufigkeit

      Blasendurchmesser d3 | Zulässige Blasenhäufigkeit
      d3 < 0,3 3 Stück je cm² Sichtfläche
      0,3 ≤ d3 ≤ 0,5 10 Stück je Schauglasplatte
      0,5 < d3 ≤ 1 4 Stück je Schauglasplatte
      1 < d3 ≤ 2 2 Stück je Schauglasplatte



      Maßtoleranzen:

      Die Maßtoleranzen richten sich nach der DIN 8902 für Schauglasplatten aus Natron-Kalk-Glas.


      Maßtoleranzen nach DIN 8902

      Durchmesser | Toleranz
      bis 125 mm ± 0,5 mm
      125 bis 200 mm ± 0,8 mm
      über 200 mm ± 1,0 mm
      Dicke
      10 bis 20 mm ± 0,50 mm
      über 20 mm ± 0,80 mm

      BOROFLOAT® Schauglasplatten


      Produktspezifikation: Runde Schauglasplatten, längs Schauglasplatten

      Werkstoff: BOROFLOAT® 33


      Abtragsraten und weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt

      INFO Datenblatt Runde Schauglasplatten aus BOROFLOAT®: DOWNLOAD


      BOROFLOAT® Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter Druck, bei thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Durch den für BOROFLOAT® 33 üblichen, sehr geringen, Ausdehnungskoeffizienten zeichnet es sich durch eine hohe Temperaturbeständigkeit aus. Zusätzlich weist es eine hervorragende Temperaturwechselbeständigkeit aus. BOROFLOAT® Glasplatten sind nicht thermisch vorgespannt (nicht gehärtet) und bieten dadurch einen wesentlich höhere Temperatur-Einsatzbedingungen.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Temperatureigenschaften können BOROFLOAT® Schaugläser für extreme Bedingungen eingesetzt werden.

      Betriebsbedingungen:

      Temperatur:

      • 450 °C dauerhaft
      • 500 kurzzeitig (< 10 h)

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Borofloat Glas

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 20 °C/300 °C: 3,25 x 10–6 K–¹

      Elastizitätsmodul: 64 kN/mm²

      Wärmeleitfähigkeit bei 90 °C: 1.2 W/(m·K)

      Spannungsoptischer Koeffizient K: 4,0 x 10–6 mm²/N-¹

      Temperaturwechselbeständigkeit: 133 °C

      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 2

      Synthetisches Quarzglas

      Produktspezifikation: Runde Schauglasplatten, längs Schauglasplatten, Schauglas Ringe / Rohre

      Werkstoff: synthetisches Quarzglas


      Optische Eigenschaften sowie weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt

      INFO Datenblatt synthetisches Quarzglas: DOWNLOAD


      Flammengeschmolzene synthetische Quarzglas-Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter extremen Druck, bei sehr hoher thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Synthetisches Quarzglas besteht aus ≥99,9995% SiO2 und eignet sich deshalb hervorragend für Präzisionsoptik, Laser, Lithographie und Elektronik. Es zeichnet sich durch eine überdurchschnitlliche chemische Beständigkeit aus und ist ideal für Hochtemperaturanwendungen.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Eigenschaften eignen sich diese Schaugläser für extreme Bedingungen.

      Betriebsbedingungen:


      Temperatur:

      • 1000 °C dauerhaft
      • 1200 °C kurzzeitig

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Quarzglas

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 25°C/300°C: 5,4 x 10–7 cm °C

      Elastizitätsmodul: 7,2 x 10^10 Pa

      Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C: 1,4 W/(m·°C)

      Temperaturwechselbeständigkeit: 220 °C

      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 1

      Saphirglas


      Produktspezifikation: Runde Schauglasplatten, längs Schauglasplatten, Schauglas Ringe / Rohre

      Werkstoff: Saphir-Monokristall


      Optische Eigenschaften sowie weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt

      INFO Datenblatt Saphirglas: DOWNLOAD

      Saphir-Monokristall-Schaugläser sind überall dort erforderlich, wo unter extremen Druck, bei extremer thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Behältern gewährleistet sein muss.

      Saphirglas besteht aus 99,997% Al2O3 und eignet sich deshalb sehr gut für Transmission im UV-Bereich. Es zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche chemische Beständigkeit aus. Zusätzlich ist es für extreme Hochtemperaturanwendungen die beste Wahl.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Eigenschaften eignen sich diese Schaugläser für extreme Bedingungen.

      Betriebsbedingungen:


      Temperatur: bis zu 2000 °C

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Saphirglas

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 25°C/50°C: 6,6 x 10–6 cm °C-1

      Elastizitätsmodul: E 4,6 * 10² GNm

      Wärmeleitfähigkeit bei 25 °C: 0,08 cal cm-1 s-1 °C-1

      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 1

      Qualität:


      Saphirglas bietet sehr unterschiedliche Qualitäten. Diese sind, bedingt durch die Züchtung der Saphirkristalle, völlig willkürlich und werden nach Prüfung festgelegt. Synthetisches Saphirglas wird so bewertet, dass es für die vorgesehene Anwendung geeignet ist. Entweder optisch, mechanisch usw. Ein sehr hochwertiges Saphirglas erzeugt wenig oder gar keine Lichtstreuung oder Gitterverzerrung und wird hauptsächlich für die anspruchsvollsten optischen Anwendungen eingesetzt.

      Weniger hochwertige Saphirgläser können eine hohe Lichtstreuung oder Gitterverzerrung aufweisen und werden deshalb hauptsächlich für mechanische, strukturelle Anwendungen und weniger anspruchsvolle optische Anwendungen verwendet. Dennoch ist das Saphirglas, bei allen Qualitäten, sehr hochwertig im Vergleich mit anderen Materialien, wie zum Beispiel Borosilikatglas.

      Rohre und Kapillare aus Borosilikatglas 3.3


      Produktspezifikation: Rohre und Kapillare

      Werkstoff: Borosilikatglas 3.3


      Weitere Informationen zum Glas finden Sie in unserem Info Datenblatt.

      INFO Datenblatt Rohre und Kapillare aus Borosilikatglas 3.3: DOWNLOAD



      Borosilikatrohr 3.3
      ist überall dort erforderlich, wo unter Druck, bei thermischer und chemischer Belastung die Sichtprüfung von Prozessen in Rohrleitungen gewährleistet sein muss.

      Die hohe Sicherheit wird durch ein spezielles Borosilikatglas mit guter chemischer Beständigkeit, außerordentlicher Reinheit und Homogenität erzielt. Die für dieses Borosilikatglas typische geringe Wärmeausdehnung führt zu einer besonders hohen Temperaturwechselbeständigkeit.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Gläser und die engen Maßtoleranzen garantiert. Zug-, Druck- und Torsionskräfte müssen unter allen Umständen vermieden werden.

      Betriebsbedingungen:


      Temperatur: 300 °C dauerhaft

      Druck: abhängig von Durchmesser und Dicke

      Berechnung der Druckbeständigkeit: TOOL - Glasberater Rohre aus Borosilikatglas

      Technische Informationen:


      Ausdehnungskoeffizient bei 20 °C/300 °C: 3.3 x 10–6 K–¹

      Elastizitätsmodul: 64 x 10³ N/mm²

      Wärmeleitfähigkeit bei 20 ... 100 °C: 1.2 W/(m·K)

      Spannungsoptischer Koeffizient K: 4.0 x 10–6 mm²/N

      Temperaturwechselbeständigkeit: 303 ... 115 °C (abhängig von der Wanddicke des Rohres)

      Chemische Beständigkeit:


      Wasserbeständigkeit DIN ISO 719/720: Hydrolyseklasse 1

      Säurebeständigkeit DIN 12116: Säureklasse 1

      Laugenbeständigkeit DIN 52332: Laugenklasse 2

      Glasschutzscheiben

      Glimmer (Mica) Schutzscheiben


      Produktspezifikation: Schutzscheiben

      Werkstoff: Muskovite Naturglimmer, Phlogopit Naturglimmer


      Glimmer Qualitätsstufen, Größen und weitere Informationen finden Sie in unserem Info Datenblatt.

      INFO Datenblatt Glimmer / Mica Schutzscheiben: DOWNLOAD


      Original ACI-Glimmerscheiben
      können eingesetzt werden, wenn die Schauglasplatten, zum Beispiel aus Borosilikatglas, starker chemischer Belastung ausgesetzt sind.

      Unsere Glimmerscheiben bestehen aus Muscovite Naturglimmer (klare Qualität) und haben so gut wie keinen Einfluss auf die Sicht von Transparentschaugläsern. Weiterhin erhöhen Glimmerscheiben die Temperaturbeständigkeit und Lebensdauer von zum Beispiel Borosilikatschaugläsern.

      Durch Produktions- und Qualitätsprüfungen im Prozessablauf werden die Eigenschaftswerte der Glimmerscheiben und die engen Maßtoleranzen garantiert. Mit diesen hervorragenden Eigenschaften können Glimmerscheiben als zusätzliche Sicherheitsausführung, zu Schauglasplatten, unter extremen Bedingungen eingesetzt werden.

      Betriebsbedingungen:

      Muskovit Glimmer Phlogopit Glimmer
      Dauerwärmebeständigkeit: 500 °C 700 °C
      Zulässige maximal Temperatur in verbindung mit Borosilikatglas: 320 °C 320 °C
      Druck: abhängig vom Einsatzgebiet


      Technische Informationen:

      Muskovit Glimmer Phlogopit Glimmer
      Ausdehnungskoeffizient: 90 x 10–7 (K–¹) 135 x 10–7 (K–¹)
      Elastizitätsmodul: 180 x 10-³ (N/mm²) 170 x 10-³ (N/mm²)
      Wärmeleitfähigkeit: 0,25 ... 0,75 (W/(m·K)) ~ 1,7 (W/(m·K))



      Sonstige Eigenschaften:

      Muskovit Glimmer Phlogopit Glimmer
      Strahlungsbeständigkeit: Sehr gut Sehr gut
      Beständigkeit gegen organische Lösungsmittel: beständig beständig
      Säurebeständigkeit: beständig (außer Fluorwasserstoff) beständig (außer heiße Säuren)
      Ölbeständigkeit: beständig beständig
      Farbe: rötlich, grün, farblos, braun bernsteinfarben, grün

      FEP Schutzscheiben


      Produktspezifikation: Schutzscheiben

      Werkstoff: FEP (Perfluorethylenpropylen)


      Beständigkeiten und weitere Informationen finden Sie in unserem Info Datenblatt.

      INFO Datenblatt FEP-Schutzscheibe - Chemische Absicherung: DOWNLOAD

      FEP-Schutzscheiben können eingesetzt werden, wenn die Schauglasplatten, zum Beispiel aus Borosilikatglas, starker chemischer Belastung ausgesetzt sind. Bei erhöhten pH-Werten, wie zum Beispiel bei Laugen mit einem pH-Wert von 14, sind Schauglasplatten aus Natron-Kalk-Glas oder Borosilikatglas nicht mehr für den sicheren und langlebigen Betrieb zu empfehlen. Hierbei eignen sich, aus Sicherheits- und Kostengründen, der Einsatz von FEP-Schutzscheiben.

      FEP ist PTFE in den Materialeigenschaften sehr ähnlich. Der wohl bedeutenste Unterschied liegt in der Transparenz. FEP ist je nach Dicke transparent bis milchig bläulich. Durch seine gute Lichtdurchlässigkeit kann ein dahinterliegendes Prozessmedium gut erkannt werden. Durch die verwendung einer FEP-Schutzscheibe kann das dahinterliegende, aggressive Prozessmedium die Drucktragende Schauglasplatte nicht angreifen.

      Je nach Dicke variiert die Transparenz von FEP-Schutzscheiben. Bei allen Lieferdicken ist das Prozessmedium immer gut zu erkennen. Der Anwendungsfall entscheidet über die Dicke der FEP-Schutzscheibe.

      Betriebsbedingungen:

      Temperatur: bis zu 200 °C

      Druck: abhängig vom Einsatzgebiet

      Technische Informationen:

      Elastizitätsmodul: 30 N/mm²

      Wärmeleitfähigkeit bei 23 °C: 0,25 W/(m·Kg)

      Messmittel

      Messschieber sind Präzisionsinstrumente, die sowohl innere als auch äußere Bereiche/Entfernungen mit sehr hoher Genauigkeit messen können. Die Messergebnisse werden vom Bediener anhand der Geräteskala interpretiert. Bei manuellen Messschiebern gibt es dabei zwei Skalen, die Hauptskala und den Nonius. Gegenüber digitalen Messschiebern wird hier keine Batterie benötigt, allerdings ist das Ablesen und Interpretieren des Messwertes schwieriger.

      Zur Messung der äußeren Abmessungen eines Objekts wird das Objekt in die Außenschenkel gelegt. Die Schenkel werden zusammengeschoben, bis der Gegenstand festgehalten wird.

      Die erste signifikante Ziffer wird von der Hauptskala, unmittelbar links von der „Null“ auf der Nonius-Skala, abgelesen. Im dargestellten Beispiel ist dies die 23.

      Auf der Nonius-Skala wird nun die Nachkommastelle ermittelt. Dabei wird jener Zahlenwert auf der Nonius-Skala gesucht, dessen Skalenstrich genau mit einem belieben Skalenstrich von der Hauptskala übereinander liegt. Im Beispiel ist dies der Wert 6 auf der Nonius-Skala. Somit ergibt sich ein Messwert von 23,6. Es ist darauf zu achten, dass die Hauptskala und der Nonius immer parallel betrachtet und nie seitlich abgelesen werden. Dies verhindert Parallaxenfehler und somit falsche Messergebnisse.

      Reflex- und Transparentglas

      Transparentgläser DIN 7081

      Transparentgläser weisen sowohl medium- als auch atmosphärenseitig eine glatte Oberfläche auf. Diese Gläser kommen meist in Längsschaugläsern mit beidseitig offenen Gehäusen zum Anbringen an Behältern oder Rohrleitungen zur Anwendung.

      INFO Datenblatt Reflex- und Transparentglas - Unterschiede und Anwendung: DOWNLOAD

      Einbau Beispiel Transparentglas
      Funktionsprinzip Transparentglas

      Die glatte Oberfläche hat den Vorteil, dass für den Einsatz mit besonders aggressiven Medien Glimmerschutzscheiben verwendet, werden können. Bei Reflex-Schaugläsern ist dies nicht möglich!

      Reflexgläser DIN 7081

      Ein Reflex-Schauglas wird verwendet, um den Flüssigkeitsstand direkt mit den Augen oder mittels Kamera abzulesen. Mediumseitig sind in das Reflex-Schauglas Rillen eingepresst, die den Füllstand klarer und leichter ablesbar machen. Sie werden größtenteils in geschlossenen Armaturen wie z.B. Füllstandsanzeigern verbaut.

      Einbau Beispiel Reflexionsglas
      Funktionsprinzip Reflexionsglas

      Das Prinzip des Reflexglases basiert auf dem Unterschied der Brechungsindizes von Flüssigkeit und Gas bzw. von Wasser und Dampf. Der Flüssigkeitsstand zeigt eine auffallend dunkle Farbe für den Flüssigkeitsraum und eine helle weiße Farbe für den leeren bzw. gashaltigen Raum.


      Vakuum (bara / barg)

      In der Technik wird der Begriff „Vakuum“ immer dann verwendet, wenn unter Normalbedingungen, in einem vordefinierten Gefäß / Raum / Tank deutlich weniger Druck als der Atmosphärendruck vorliegt. Durch Entfernen des Innendrucks baut sich in einem Gefäß / Raum / Tank durch den Außendruck eine mechanische, nach innen gerichtete, Belastung auf. Das Technische Vakuum lässt sich in mehrere Qualitäten / Kategorien einteilen. Definiert wird das erzeugte Vakuum nach der verbleibenden Restmenge an Materie im Gefäß / Tank / Raum. In der Industrie wird zumeist das Grobvakuum genutzt, dagegen wird in der Medizin- / Chemietechnik oft Feinvakuum und darunter verwendet. Als Maßeinheit wird normalverweise Pascal (Pa), Millibar (mbar) oder Torr (torr / mmHg) genutzt.

      Diagramm Vergleich bara und barg für Vakuum

      Vergleich ANSI Class und Nenndruck

      Die Druckstufe definiert den maximal zulässigen Druck, dem ein Flansch bei gegebener Temperatur standhalten kann. Nach der Spezifikation ANSI/ASME B16.5 gibt es die folgenden sieben Flanschdruckstufen: Class 150#, Class 300#, Class 400#, Class 600#, Class 900#, Class 1500# und Class 2500#.

      In der dargestellten Tabelle sind diese ANSI Flanschdruckstufen dem Nenndruck zugeordnet. Die jeweiligen Betriebsdrück sind jedoch, abhängig vom Werkstoff und Temperatur, den zugehörigen Druck-Temperaturzuordnungen zu entnehmen.


      Die Begriffe „Druckstufe“, „Klasse“, „#“, „Lb“ oder „Lbs“ sind nicht fest definiert, diese beziehen sich alle auf die Druck-Temperaturzuordnung eines Flansches.

      Tabelle -Vergleich ANSI Class / Nenndruck DIN

      INFO Datenblatt Vergleich ANSI Class und Nenndruck: DOWNLOAD

      Vergleich DN und NPS

      Bei der Nennweite DN handelt es sich um eine dimensionslose Zahl, welche den inneren Durchmesser einer Rohrleitung oder das Anschlussmaß einer Armatur definiert. Die Angabe der Nennweite DN gibt den ungefähren Innendurchmesser der Rohrleitung in Millimeter an und richtet sich nach dem metrischen Maßsystem. 

      Die Bezeichnung Nominal Pipe Size, auch NPS genannt, beziffert ebenfalls den inneren Durchmesser einer Rohrleitung oder das Anschlussmaß einer Armatur. Auch bei dieser Definition wird der ungefähre Innendurchmesser der Rohrleitung benannt, die Angaben erfolgen jedoch in der Größenangabe in Zoll welche aus dem anglo-amerikanischen Maßsystem stammt.

      INFO Datenblatt Vergleich DN und NPS : DOWNLOAD

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