Regelarmaturen

Regelarmaturen ermöglichen die präzise Regelung und Überwachung von Gasförmigen oder flüssigen Medien in Rohrleitungen und Anlagen. Sie regeln hier den Durchfluss, die Temperatur oder den Druck in Rohrleitungen und Behältern.

Regelarmaturen sind Armaturen oder Ventile, die Flüssigkeiten und Gase in Rohrleitungen und Industrieanlagen regeln und überwachen. Unter diesen Regelarmaturen fallen zum Beispiel Druckminderer, Kondensatableiter, Sicherheitsventile oder Manometer.

Druckminderer sind Industrieventile, deren Zweck es ist, den Eingangsdruck auf den gewünschten Ausgangsdruck zu reduzieren oder begrenzen. Druckminderer bestehen aus einem Gehäuse, in welches eine Membran und Konterfedern eingearbeitet sind. Der Eingangsdruck wirkt im Druckminderer, von der Eingangsseite auf die Membran. Auf der anderen Seite der Membran wirken Druckluft oder Konterfedern welche auf den gewünschten Druck reguliert und eingestellt werden können. Der Druckminderer wird abhängig vom Druck der Eingangsseite, dichter oder weniger dicht geschlossen. Wird der eingestellte Druck erreicht, sperrt die Membran den Durchfluss komplett ab. Sollte eine Beschädigung im Druckminderer vorliegen, oder kann das Verschließen nicht vollständig erfolgen, kann der Ausgangsdruck zu hoch werden. Vor Beschädigung des dahinterliegenden Systems schützt dann das Sicherheitsventil durch Öffnung und anschließende Entlüftung. Ab einem Ausgangsdruck von 1 bar, ist es möglich, in dem Druckminderer, anstelle der Membran einen Kolben als Druckaufnehmer zu verwenden. Dadurch wird eine sehr kompakte Bauform des Druckminderers ermöglicht. Druckminderer sind mit DIN- und ANSI-Flanschanschluss, Schweißenden, Schweißmuffen oder Gewindeanschluss möglich.

Ein Kondensatableiter leitet Kondensat aus Dampfleitungen selbsttätig ab. Damit garantieren Kondensatableiter einen effektiveren Energieeinsatz im Leitungssystem. In Schwimmer-Kondensatableiter, Bimetall-Kondensatableiter und Membran-Kapsel-Kondensatableiter werden Kondensatableiter unterteilt. Der Unterschied liegt in der Funktionsweise. Schwimmer-Kondensatableiter besitzen eine Schwimmerkugel, die den Nassdampf in Wasser und Dampf trennt. Ein Bimetall-Kondensatableiter hingegen besitzt vor der Verschlussdüse Bimetallplatten, welche sich bei genügend Temperatur ausdehnen und die Verschlussdüse nahezu schließt um das Kondensat abzuleiten. Hierdurch wird der Dampf im Kondensatableiter durchgelassen und vom Wasser getrennt. Membran-Kapsel-Kondensatableiter besitzen, wie der Name bereits sagt, eine Membran. Diese öffnet sich, wenn sich genügend Kondensat im Kondensatableiter angesammelt hat automatisch und schließt nach dem ablassen wieder. Dabei kann der Dampf, frei von Kondensat, ungehindert weitergeleitet werden. Für Sie berechnen wir, welcher Kondensatableiter für Ihre Anlage und Ihre Anwendungsbereiche der chemischen, pharmazeutischen oder energietechnischen Industrie geeignet ist. Gerne prüfen wir Ihre bestehenden Kondensatableiter – auf Wunsch auch vor Ort. Ob Schwimmer-Kondensatableiter, Bimetall-Kondensatableiter, Membran-Kapsel-Kondensatableiter, Vaposkope oder Kondensatableiter-Kontrollgeräte – alle Produkte sind mit DIN- und ANSI-Flanschanschluss, Schweißenden, Schweißmuffen oder Gewindeanschluss lieferbar.

Sicherheitsventile schützen druckbeaufschlagte Räume oder Druckbehälter (z. B. Dampfkessel, Druckbehälter, Rohrleitungen, Transportbehälter) vor einem unzulässigen Druckanstieg, der zu einer Schädigung des angeschlossenen Druckgeräts führen würde. Sicherheitsventile leiten bei Überschreiten des Ansprechdrucks Gase, Dämpfe oder Flüssigkeiten in die Atmosphäre oder in Blow-Down Systeme ab. Danach schließt das Ventil wieder, und die Anlage kann weiter betrieben werden. Ein Sicherheitsventil sollte in jeden geschlossenen Kreislauf eingebaut werden, der erhitzt wird. Also etwa bei Wasserheizungsanlagen, Kollektorkreisläufen und allen direkt oder indirekt beheizten Kreisläufen. Sicherheitsventile werden je nach Ansprechverhalten in Proportional-Sicherheitsventile, Vollhub-Sicherheitsventile und Normal-Sicherheitsventile unterteilt. Bei Proportional gesteuerten Sicherheitsventilen erfolgt das Öffnungsverhalten zwischen Ansprechdruck pset, bis zum vollständigen öffnen des Sicherheitsventils (1,1 pset), proportional. Sicherheitsventile mit Voll-hub öffnen beim Ansprechen, direkt und voll. Normal-Sicherheitsventile reagieren bis zu einem Druckanstieg von 10% proportional und darüber öffnen diese Sicherheitsventile mit einem Voll-hub komplett. Viele Faktoren werden benötigt um das korrekte Sicherheitsventil für den korrekten Einsatz zu finden. Der Einfachheit halber werden das Medium, die Einsatztemperatur, abzuführender Massenstrom, Vor- und Gegendruck sowie Ansprechdruck für eine schnelle und sichere Auslegung benötigt. Gerne helfen wir Ihnen hierbei.

Manometer sind Druckmessgeräte, die den Druck des Mediums wie Flüssigkeiten oder Gas messen und anzeigen. Die Art des Manometers wird zum Beispiel durch den Anwendungsbereich bestimmt, wie zum Beispiel den Druckbereich oder das Messverfahren. In unserem Produktprogramm finden Sie eine sehr große Auswahl von Rohrfeder-Manometern, Kapselfeder-Manometern und dem dazu passendem Zubehör. Gehäusedurchmesser von 40 mm bis 250 mm mit Anschluss unten oder hinten sind möglich. Die Qualität des Druckmessgeräts wird aber letztlich durch die Präzision bestimmt. Wir führen Druckmessgeräte in den Genauigkeitsklassen 0,6 über 1,0 bis 1,6.

Bei der Auswahl, der richtigen Regelarmaturen für Ihren Prozess helfen wir Ihnen gerne. Egal ob Druckminderer, Kondensatableiter, Sicherheitsventile oder Manometer, DIN- und ANSI-Flanschanschluss, Schweißenden, Schweißmuffen oder Gewindeanschluss. Wir beraten Sie individuell und maßgeschneidert, damit Sie genau die richtigen Armaturen für Ihre Anwendung erhalten. Kontaktieren Sie uns für ein passendes Angebot oder wenn Sie weitere Informationen zu unseren Regelarmaturen benötigen.